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Sächsisches Verwaltungsvorschriftengesetz

Vollzitat: Sächsisches Verwaltungsvorschriftengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. Februar 2006 (SächsGVBl. S. 25), das durch das Gesetz vom 1. Dezember 2005 (SächsGVBl. S. 312) geändert worden ist

Bekanntmachung

der Neufassung des Sächsischen Verwaltungsvorschriftengesetzes

Vom 10. Februar 2006

Aufgrund von Artikel 2 des Gesetzes zur Änderung des Sächsischen Verwaltungsvorschriftengesetzes vom 1. Dezember 2005 (SächsGVBl. S. 312) wird nachstehend der Wortlaut des Sächsischen Gesetzes zur Übertragung der Zuständigkeit zum Erlass allgemeiner Verwaltungsvorschriften (Sächsisches Verwaltungsvorschriftengesetz – SächsVwVorG ) in der ab 17. Dezember 2005 geltenden Fassung bekannt gemacht. Die Neufassung berücksichtigt:

1.
das Sächsische Gesetz zur Übertragung der Zuständigkeit zum Erlaß allgemeiner Verwaltungsvorschriften (Sächsisches Verwaltungsvorschriftengesetz – SächsVwVorG ) vom 24. Mai 1994 (SächsGVBl. S. 934),
2.
Artikel 1 des eingangs genannten Gesetzes.

Dresden, den 10. Februar 2006

Der Staatsminister der Justiz
Geert Mackenroth

Sächsisches Gesetz

zur Übertragung der Zuständigkeit
zum Erlass allgemeiner Verwaltungsvorschriften
(Sächsisches Verwaltungsvorschriftengesetz – SächsVwVorG)

§ 1

Die Verwaltungsvorschriften, die zur Ausführung der Gesetze erforderlich sind, erlässt jeder Staatsminister für seinen Geschäftsbereich. Verwaltungsvorschriften der Staatskanzlei erlässt der Ministerpräsident oder der Chef der Staatskanzlei.

§ 2

Verwaltungsvorschriften, die von grundsätzlicher politischer Bedeutung sind, werden von dem zuständigen Staatsminister der Staatsregierung zur Beschlussfassung vorgelegt.

§ 3

(1) Jeder Staatsminister macht die geltenden Verwaltungsvorschriften seines Staatsministeriums mit Titel und im Falle der Veröffentlichung auch mit Fundstelle durch eine gesonderte Verwaltungsvorschrift bekannt. Die Bekanntmachung erfolgt zum 31. Dezember 2005 und anschließend alle zwei Jahre zum Jahresende (Stichtag). Eine Änderungs-Verwaltungsvorschrift wird nicht gesondert bekannt gemacht; stattdessen ist bei der Stamm-Verwaltungsvorschrift ein Hinweis auf die Änderung aufzunehmen.

(2) Im Geschäftsbereich der Staatskanzlei erfolgt die Bekanntmachung durch den Ministerpräsidenten oder den Chef der Staatskanzlei. Über die Bekanntmachung der nach § 2 erlassenen Verwaltungsvorschriften entscheidet die Staatsregierung, über die Bekanntmachung gemeinsamer Verwaltungsvorschriften das federführende Staatsministerium.

§ 4

Verwaltungsvorschriften, deren Titel nicht bis zum Stichtag durch eine Verwaltungsvorschrift nach § 3 bekannt gemacht worden sind, treten mit Ablauf des Stichtages außer Kraft.

§ 5

Die §§ 3 und 4 finden keine Anwendung auf Verwaltungsvorschriften, die aus Gründen der Sicherheit nicht zur Veröffentlichung bestimmt sind.

§ 6
(In-Kraft-Treten)

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Verweis auf Bundesgesetze

Fundstelle und systematische Gliederungsnummer

SächsGVBl. 2006 Nr. 2, S. 25
Fsn-Nr.: 20-4

Gültigkeitszeitraum

Fassung gültig ab: 17. Dezember 2005